Was § 39 Bundesnaturschutzgesetz erlaubt, was verboten ist und wann der Schnitt der jeweiligen Heckenart tatsächlich guttut.
Sobald es im Frühjahr warm wird, wollen viele Hauseigentümer in Heidelberg, Dossenheim oder Leimen die Hecke wieder in Form bringen. Eine gesetzliche Vorgabe wird dabei regelmäßig übersehen, und sie ist kein Detail: § 39 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz.
Vom 1. März bis zum 30. September ist es verboten, Hecken, Sträucher und lebende Zäune abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Hintergrund ist der Schutz brütender Vögel. Verstoße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.
Erlaubt bleiben in diesem Zeitraum ausdrücklich:
Nicht erlaubt sind: kompletter Rückschnitt ins alte Holz, Auf-den-Stock-Setzen und Roden. Und unabhängig vom Kalender gilt: Wo aktuell Vögel brüten, wird nicht geschnitten. Wir prüfen das vor jedem Schnitt in der Saison.
Wir schneiden Hecken meist in zwei Zeitfenstern:
Ein leichter Pflegeschnitt im Hochsommer ist möglich, wir prüfen dann aber genau, ob das Gehölz gerade Vögel beherbergt. Wenn ja, verschieben wir den Termin oder beschränken uns auf das Nötigste.
| Heckenart | Bester Zeitpunkt |
|---|---|
| Thuja, Eibe, Lebensbaum | Februar oder Juni/Juli |
| Liguster, Hainbuche | Februar oder Juni/Juli |
| Buchs | Mai/Juni, vor dem neuen Austrieb |
| Kirschlorbeer | Februar oder Juli |
| Stechpalme (Ilex) | Februar |
Eine Hecke sollte unten breiter sein als oben. Der Grund ist Licht: Steht die Hecke oben über, bekommen die unteren Triebe zu wenig ab und verkahlen mit den Jahren. Eine verkahlte Basis bekommt man bei Nadelgehölzen wie Thuja praktisch nicht mehr zurück, weil sie aus altem Holz kaum neu austreiben. Laubgehölze wie Hainbuche oder Liguster verzeihen dagegen auch einen späten starken Rückschnitt.
Auf Wunsch nehmen wir das Schnittgut direkt mit und entsorgen es fachgerecht. Bei größeren Mengen häckseln wir vor Ort, das spart Transportvolumen und damit Kosten. Wer einen Komposthaufen hat, kann zerkleinerte Hainbuchen- oder Ligustertriebe gut beimengen; Thuja und Kirschlorbeer gehören dagegen nicht auf den Kompost.
Alle Leistungen und Preis-Richtwerte finden Sie auf unserer Seite Heckenschnitt Heidelberg.
Starke Rückschnitte und das Auf-den-Stock-Setzen sind nur vom 1. Oktober bis 28./29. Februar erlaubt. Vom 1. März bis 30. September sind nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz nur schonende Form- und Pflegeschnitte zulässig, die den diesjährigen Zuwachs entfernen.
Das kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Unabhängig davon gilt der Schutz brütender Vögel jederzeit: Wo ein Nest ist, darf nicht geschnitten werden.
Der Schnitt um den Johannistag Ende Juni. Der Zuwachs des Frühjahrs ist dann abgeschlossen, die Hecke treibt nach dem Schnitt nur noch moderat nach und bleibt bis in den Herbst dicht und in Form.
Die meisten Hecken bleiben mit ein bis zwei Schnitten pro Jahr dicht: einmal im Juni/Juli und bei Bedarf ein zweiter Schnitt im Februar. Schnellwachsende Arten wie Liguster brauchen eher zwei Durchgänge.
Meist, weil sie oben zu breit ist und den unteren Trieben Licht nimmt. Abhilfe schafft ein konischer Schnitt, unten breiter als oben. Bei Thuja lässt sich eine verkahlte Basis allerdings kaum zurückholen, weil sie aus altem Holz kaum austreibt.
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